Was wir fordern

 

 1. Einstellung des Planfeststellungsverfahrens für die B3 Ortsumfahrung Schallstadt, d.h. Verzicht auf die sogenannte Schlingenlösung  

Das bereits vorhandene Straßennetz ist für das Verkehrsaufkommen zwischen Freiburg und Bad Krozingen ausreichend.

Aus topographischen Gründen ist eine für die Gemeinde Schallstadt annehmbare, verträgliche Linienführung entlang des Batzenbergs nicht möglich. Eine zusätzlich zur Bahntrasse aufgebürdete Verkehrstrasse im unmittelbaren Umfeld der Wohnbebauung ist unzumutbar.

 

2. Eine verkehrsgerechte Ausgestaltung der bereits bestehenden „Schneckentaltrasse“ (L125 und K4982) mit optimierter Anbindung an die Umfahrung von Bad Krozingen (Knotenpunkt: K4982 / B3 neu) 

 

Die Schneckentaltrasse ist aus fachlicher Sicht die sinnvollste  kürzeste und ortsdurchfahrtsfreie Verbindung der 4-spurigen B3 nördlich von Schallstadt mit der B3 Ost-Umfahrung von Bad Krozingen. Sie hat Entlastungsfunktion für die Ortsdurchfahrten von Schallstadt und Norsingen.

Zwischen Schallstadt und Ehrenkirchen ist die L125 inzwischen auf 6,50m ausgebaut. Vom Regierungspräsidium wurde eine beidseitige Tonnagebeschränkung für Lkw über 7,5t verfügt, obwohl die aufwändigen Lärmschutzmaßnahmen entlang der L125 bei Pfaffenweiler für 1600 Lkw pro Tag ausgelegt sind. Die Verantwortlichen führen den Lkw-Verkehr bewusst durch die Ortsdurchfahrten von Schallstadt und Norsingen, obwohl eine ortsdurchfahrtsfreie Alternativroute zur Verfügung steht. » Forderungen im Wandel.
 

Dass eine 6,50m breite Straße selbst für ein tägliches Verkehrsaufkommen von über 27.000 Kfz inkl. Lkw ausreichend ist, zeigt das Beispiel der L1144 in Stuttgart. Sie ist Bestandteil des laufenden Planfeststellungsverfahrens „Neckarquerung“ und soll - wie die folgenden Planungsunterlagen zeigen - entsprechend belastet werden.

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Landstraßenbreite 6,50 m, L1144 Aldingen (JPG / 112,26 KB)
 
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Übersicht Aldingen (JPG / 177,33 KB)
      
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Planskizze 1144 (JPG / 190,47 KB)

Das zeigt, dass auch eine „nur“ 6,50 m breite L125 das erwartete Verkehrsaufkommen am Batzenberg auch ohne zusätzliche Umfahrungen gut bewältigen kann.

 

3. Der Autobahnzubringer Bad Krozingen muss leistungsfähig bleiben

Laut Planfeststellungsbeschluss für die B3-Umfahrung Bad Krozingen soll die neue B3 (heutige L123) im Norden der Kurstadt in einem großen Bogen vorfahrtsberechtigt an die alte B3 angebunden werden. Der Autobahnzubringer (L120) würde dann T-förmig, d.h. nur noch untergeordnet einmünden.
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Plan nördl. Bad Krozingen (JPG / 894,3 KB)

Die Leistungsfähigkeit des Autobahnzubringers wäre dadurch deutlich eingeschränkt, der Weg Richtung Autobahn erschwert und das Verkehrsaufkommen auf der B3 würde unnötigerweise zunehmen. Dies ginge  zu Lasten der Wohnbevölkerung westlich des Batzenbergs.

Stand Juli 2009:

Laut Aussage des Regierungspräsidiums ist der planfestgestellte
Knotenpunkt nördlich von Bad Krozingen
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Plan nördl. Bad Krozingen (JPG / 894,3 KB)
nicht
leistungsfähig genug und wird deshalb überplant. Im Zuge dieser
Überplanung wird im Juli 2009 bereits ein Kreisverkehr realisiert.
 

4. Umsetzung eines alternativen Verkehrskonzepts zum Nutzen der gesamten Region basierend auf dem vorhandenen Straßennetz


Die von Dipl. Ing. Hans Billinger entwickelte „Studie zur Straßenneuordnung zwischen Freiburg und Bad Krozingen mit dem Schwerpunkt städtebaulicher Verbesserungen für Schallstadt und Ehrenkirchen “ geht von den Vorgaben des Bundesrechnungshofs aus, autobahnparallele Bundesstraßen wie die B3 abzustufen.
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Verkehrsstudie (PDF / 1,7 MB)

Nach Abstufung und/oder Verlegung der heutigen B3 zwischen Freiburg und Bad Krozingen auf die A5 (wie bereits bei der B31 praktiziert) sollen u.a. folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

  1. Tonnagebeschränkung für den Lkw-Durchgangsverkehr in den Ortsdurchfahrten von Schallstadt und Norsingen und, wenn dies sichergestellt ist, auch auf der L125 ("Lkw auf die Autobahn!" )
  2. Geschwindigkeitsbeschränkungen und damit Entschleunigung des Verkehrs in den verbleibenden Ortsdurchfahrten (eine Temporeduzierung von 50 auf 30km/h mindert die Lärmbelastung in gleichem Maße wie eine Halbierung des Verkehrsaufkommens)
     

Diese verkehrslenkenden und verkehrsbeschränkenden Maßnahmen dienen dem Schutz der Wohnbevölkerung rund um den Batzenberg und können zeitnah umgesetzt werden.

Weiter lesen:
» Forderungen im Wandel

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