1987 - 1989

1987

Die vierspurige B3 Ortsumfahrung Freiburg St. Georgen – einer Autobahn vergleichbar ausgebaut - ist fertig gestellt und endet direkt am Ortseingang von Schallstadt.

Die Verkehrsbelastung in Schallstadt ist auf ihrem Höhepunkt. Es kommt zu massiven Protestaktionen Schallstadter und Norsinger Bürger, die die Weiterführung der B3 durchs Schneckental einfordern.

Zur Behebung der täglichen Staus an der innerörtlichen Abzweigung der L125 wird deren direkte Anbindung an die B3 neu mittels Durchstich der Bahn unausweichlich.

 

1988

Dieter Rehm wird Nachfolger von Bürgermeister Oskar Hanselmann in Schallstadt

1988/1989

Der Planfeststellungsbeschluss (PFB) für den Durchstich des Bahndamms nördlich von Schallstadt und Anbindung der L125 an die B3 OU Freiburg -St. Georgen wird erlassen.

Dieser PFB wird von der Gemeinde Pfaffenweiler und Bürgern aus Pfaffenweiler beklagt. Um die Baumaßnahmen nicht zu verzögern, kommt es zu einer außergerichtlichen Einigung mittels Vergleichen zwischen RP und den Klägern.

Um die Baumaßnahme nicht zu blockieren, stimmt die Gemeinde Schallstadt der Veränderung des Planfeststellungsbeschlusses in baulicher Hinsicht zu:

  • Die Ausbaustrecke mit einer 8m breiten Fahrbahn soll so enden, dass beide Trassenvarianten für die B3 noch realisierbar sind.
  • Der Ausbau soll nicht wie im PFB vorgesehen den Unfallschwerpunkt „Nussbaumkurve begradigen. Er wird bis nördlich der Nussbaumkurve zurückgenommen. Vom Kreuzungspunkt L125 / K4953 (Umfahrung Ebringen) bis zum Ende der ausgebauten Strecke soll die Straßenbreite auf 6m verzogen werden.

Ein weiterer Vergleich zwischen zwei nicht grundstücksbetroffenen Klägern aus Pfaffenweiler und dem RP führt u.a. zu einer

  • Tonnagebeschränkung für Lkws in Nordsüdrichtung und Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der L125

Von diesen letztgenannten Vereinbarungen erfährt die Gemeinde Schallstadt erst 1992 nach Eröffnung des Straßenabschnitts, obwohl dies schon 1989 mit dem Landratsamt ausgehandelt und zugesagt wurde.

Anmerkung: Seitens der Gemeinde Pfaffenweiler wird immer wieder unwidersprochen behauptet, mit den Vergleichen wäre zugleich die Realisierung der Schlingenlösung verbindlich zugesagt worden. So z.B. die Aussage von RA Geckle (Pfaffenweiler) bei der Erörterungsverhandlung » 32 am 07.12.2004.

Sollte dies der Fall sein, dann wäre die Linienführung für die B3 bereits lange vor Abschluss und außerhalb der ordentlichen Verfahrensabläufe festgelegt worden, ohne eine Überprüfung im Zuge eines ordentlichen Linienbestimmungsverfahrens, und letztlich zu Lasten der Gemeinden Schallstadt und Norsingen.

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Termine

Kein Treffen

Mittwoch,
7. Februar 2018

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