19.11.2010: Es reicht - uns reichts!

Unter diesem Motto kamen am 19.November 2010 rund 200 Unterstützer unserer Bürgerinitiative zu einem bunten Demonstrationszug auf der B3 zusammen. Neben Bürgermeister Jörg Czybulka und zahlreichen Gemeineräten aus allen Fraktionen beteiligten sich  auch unsere Kreisrätinnen Regina Stork (FDP)  und Karin Müller-Sandner (Bündnis 90 Die Grünen)  sowie die zukünftige Landtagskandidatin der SPD,  Gabriele Rolland, an dieser Protestaktion. Während der Demonstration wurde Schallstadt vom Batzenberg aus mit Verkehrslärm „aus der Dose“  beschallt, um den Bürgern der Gemeinde einen kleinen Eindruck davon zu verschaffen, was uns die geplante Ortsrandstraße bescheren würde.

In Ansprachen von L125-Voraus, BIG-Norsingen, Herrn Bürgermeister Czybulka sowie den Vertretern der Gemeinderatsfraktionen wurden die wesentlichen Forderungen der Gemeinde Schallstadt  an die für die Verkehrsplanung verantwortlichen Politiker geäußert:  keine Politik gegen die Bürger, d.h. keine zusätzlichen Straßenbaumaßnahmen , sondern Verkehrsentlastung  durch Verlagerung des LKW-Durchgangsverkehrs auf die nahegelegene Autobahn und  Reduzierung des Tempos auf den Ortsdurchfahrten. Dies ist nahezu kostenneutral und sofort umsetzbar wie man in anderen Gemeinden sehen kann. Die Gemeinde Kippenheim hat auf der B3 seit Jahren ein nächtliches Durchfahrtsverbot für LKW, Tiengen und Munzingen hatten schon vor der Abstufung der B31 zur Kreisstraße Tempo 30 auf den Ortsdurchfahrten  und  selbst auf der vierspurigen  B31 in Freiburg ist dies möglich.

Im ganzen Land fehlen nicht nur für unzählige bereits planfestgestellte Straßenprojekte die finanziellen Mittel, sondern es steht nicht einmal für die Sanierung und Instandhaltung des  bereits vorhandenen Straßennetzes genug Geld zur Verfügung.  Die Politik ist am Zug! Es ist jederzeit möglich, in Schallstadt und Norsingen – vielleicht im Rahmen eines Pilotprojektes zunächst nur versuchsweise - verkehrsbeschränkende Maßnahmen umzusetzen.

Die amtierenden Politiker sollten in Hinblick auf die Finanzen, den Landschafts- und Naturschutz und die Einsparung von Flächen diese Alternative, die von der Gemeinde Schallstadt entwickelt und ins Verfahren eingebracht wurde, dankbar aufgreifen. Realistisch gesehen – wie jeder wissen müsste -  ist dies ohnehin die einzige Lösung, will man die Menschen an der Ortsdurchfahrt überhaupt noch zu deren Lebzeiten wirkungsvoll entlasten!

Gleich im Anschluss an die Demonstration fand in derWinzergenossenschaft ein Diskussionsgespräch mit dem zukünftigen Landtagskandidaten der CDU, Herrn Bernhard Schätzle, statt. Dieser nutzte die Chance den Schallstadter Bürgern zuzuhören, seinen Kenntnisstand über die Verkehrsproblematik zu erweitern und versprach, die Erkenntnisse an die entsprechenden Stellen weiterzutragen. Wir werden ihn an seinen Taten zu messen haben.

Es ist gut, dass erneut so viele Bürgerinnen und Bürger – heute im Schulterschluss mit dem Gemeinderat und Bürgermeister – auf die Straße gegangen sind mit der Forderung, die Planung für eine „Umfahrung“ endgültig zu stoppen. Schallstadt kann keine weitere Hauptverkehrs-Trasse entlang der Wohnbebauung schultern. Wir müssen dranbleiben. Stuttgart 21 darf sich am Batzenberg nicht wiederholen!

Lesen Sie hier das Flugblatt zur Demo :
PDF / 72,78 KB
(PDF / 72,78 KB)

Termine

Kein Treffen

Mittwoch,
3. Januar 2018

Aktuelle Termine entnehmen Sie bitte dem Gemeindeblatt.